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November 11th, 2008 Diverses none Comments

Am Sonntag war ich bei Chris, meinem Vorgesetzten, und seiner Familie zum Essen eingeladen.

Chris hatte letzte Woche über kleinere Problemchen mit seinem heimischen Rechner geklagt und ich hatte ihm angeboten zu helfen, worauf er meinte, dass er gern darauf zurückkommt und seine Frau dann auch kochen könnte. Genau so war es dann auch. Er rief mich Sonntag kurzfristig an und lud mich ein. So lernte ich seine Familie, also seine Frau Tara und seine beiden Kinder Dillan, 3 Jahre, und Luke, 2 Jahre, kennen. Sie haben eine Wohnung hier in Hersfeld bezogen, nachdem Chris seinen Job hier bei Amazon, Ende letzten Jahres, angetreten hat. Er kommt eigentlich aus Texas, seine Frau aus Kanada. Er hat in Sidney seinen MBA gemacht und ist nun in Deutschland gelandet. Es war fantastisch, wie sie beide von Sidney schwärmten, wo ich jetzt noch lieber hin will als vorher.

Leider blieb an dem Abend nicht viel Zeit mit den 2 Kleinen zu spielen. Aber es ist ganz schön komisch wenn ein 3-jähriger dir ein Kartenspiel auf Englisch erklärt. Gott sei dank war es dann doch nicht so kompliziert. :)

Auf jeden Fall war es ein sehr schöner Abend mit sehr leckerer selbst gemachter ungarischer Suppe und schönen Dialogen. Ich hab das Gefühl, dass sich da eine wirklich gute Freundschaft, vielleicht auch über Februar hinaus, entwickeln kann.

November 6th, 2008 Diverses none Comments

So, gestern habe ich einen Schreibtisch für Besucher meiner Webseite eingerichtet. Ihr findet ihn oben in der Navigation. Nehmt Platz und schaut euch ein paar Bilder an.

Ihr könnt die Bilder mit gedrückter linker Maustaste hin und her schieben und mit einem Doppelklick könnt ihr das Bild  “in die Hand nehmen”, bzw. wieder “ablegen”.

Enjoy.

November 3rd, 2008 Diverses 4 Comments

Nachdem die Havanna Bar zum Lullusfest (Lolls) schon mal kurz ihre Pforten geöffnet hat um am Lolls Einnahmen zu erzielen und sich bekannt zu machen, hatte sie am Freitag ihren offiziellen Eröffnungstag. Samstag Abend waren wir mit 10 Leuten dort und wollten testen, was dort so abgeht. Und es ging einiges ab.

Bei unserer ersten Runde gab es unter anderem ein Pils für mich und ein “alkoholfreies” Weizen für einen leidenden Fahrer. Warum “alkoholfrei” in Anführungszeichen gesetzt ist wird sich gleich noch aufklären. Die Kellnerin stand also neben mir und fragte, wer denn das Pils bekommen würde. Daraufhin meldete ich mich. Sie zögerte etwas und griff dann zum Weizenglas und reichte es mir. Ich schaute sie zwar etwas komisch an, aber ich glaube sie hat nicht verstanden warum ich so angeschaut habe. Nun gut, das kann ja mal passieren.. Pils und Weizen.. das ist natürlich für ein ungeschultes Auge nicht zu unterscheiden.. zumal noch in 2 unterschiedlichen Gläsern, was will man da verlangen.

Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass der Laden zu dem Zeitpunkt ziemlich leer war. Aber das änderte sich im Verlauf des Abends, so dass Platzsuchende sogar wieder gehen mussten, weil sie eben keinen gefunden haben. Sobald der Laden also etwas voller wurde brach das totale Chaos aus. ;)

Die Bedienungen brachten uns falsche Getränke, oder auch mal 75min lang gar keine, trotz 5-facher Bestellung. Manchmal hatten wir das Gefühl im Getümmel ein Tablett zu sehen, wo genau die Getränke drauf waren, die wir bestellt hatten, doch irgendwie hat das Tablett nie zu uns gefunden. Sehr schade.

Als wir zwischenzeitlich doch mal wieder bestellen durften, gab es diesen Dialog:
“Ein alkoholfreies Weizen, bitte.”
“Das hatten wir gestern schon nicht da, das werden wir heute auch nicht da haben!”
“Und was hab ich dann vorhin bekommen?”
“Das war ein ganz normales Weizen.”
Wenn das überall so wäre, gäb es wohl noch mehr Unfälle mit Alkohol am Steuer.

Am Ende baten wir nach etwa 2,5h mit ganzen 2 Getränkerunden genervt um die Rechnung. Wir waren froh, dass wir nicht eine Rechnung über 500 Euro bekamen, weil wir so oft bestellt hatten, aber irgendwie schien es, als hätte wohl niemand einen genauen Überblick über das, was wir überhaupt bestellt haben.

Als die Kellnerin dann vergeblich die Frage stellte, ob wir denn zusammen bezahlen würden, und sie dann nervös ihren Zettel und Stift herausholte und meinte: “Dann müsst ihr mir aber die Preise sagen, ich kenne die nicht.” War es schon fast wieder witzig. Meinen Cocktail für 6,80€ und mein Pils für 2,40€ bekam ich für 7,20€. Andere tranken Cocktails, gaben aber nur günstigere Getränke an. Es fiel niemanden auf. Wenigstens war der Abend somit nicht teuer.

Auf der Suche nach einer Alternative in der Stadt trafen wir in allen Bars und Kneipen Leute, die auch von der Havanna Bar geflüchtet sind. Die Havanna Bar war ein Magnet an diesem Abend, doch leider falsch gepolt. Die anderen Läden werden sich gefreut haben.

Zum Schluss sind wir dann im News gelandet, welches die 2. Bar in Hersfeld mit Kölsch im Angebot ist. Ein versöhnlicher Abschluss.

Am nächsten Tag wurde ich von meinen Vermietern zum Mittag eingeladen: Schweinebraten, Rosenkohl, Möhren und Knödel, lecker! Da kommt man doch gern vorbei. :)

Am Abend hieß es nur noch Fernsehen. Unter anderem Formel 1. Was für ein Finish! Wie titelte eine italienische Zeitung: Die Formel 1 Saison über 5140km entschied sich auf den letzten 800 Metern.

Oktober 15th, 2008 Diverses none Comments

So, nun kommen wir zu meinem 1. Wochenende in Hersfeld, der Kreisstadt in Hessen, in der das älteste Volksfest Deutschlands gefeiert wird, das Lullusfest, aber dazu ein andermal mehr.

Am Freitag dachte ich eigentlich, dass ich tot ins Bett fallen würde, aber das war nicht der Fall, ich packte meine Playstation2 aus und spielte nachts bis 1Uhr, ohne zu merken wie spät es geworden war. Tja, ohne Internet muss man sich halt anders zu helfen wissen, und im Fernsehen kommt ja auch nicht immer was Gescheites, wie schon Marcel Reich Ranicki urteilte. Aber Samstag konnte ich ja ausschlafen, dachte ich zumindest.. ich glaub um 8.00 Uhr war ich das erste mal wach und war auch nicht gerade sonderlich müde. Aber irgendwie habe ich mich dann doch so bis halb 10 im Bett gehalten.

Wie schon gesagt, verstehe ich mich mit meinen Nachbarn, also meinen Vermietern, super gut. Wir teilen uns einen Garten hinter dem Haus und manchmal sitzen wir einfach zusammen draußen wenn das Wetter schön ist und reden.
Am Samstag Abend machte ich dann mit Andi, dem jüngeren Sohn der Familie, gerade einmal 20, einen Stadtrundgang. Er zeigte mir ein paar “angesagte” Kneipen und die Gegend. Die Stadt Bad Hersfeld vergleiche ich immer ganz gerne mit Bad-Neuenahr Ahrweiler. Ebenfalls eine Kreisstadt, und auch von der Einwohnerzahl müsste es ungefähr hinkommen. Wir tranken dann in den besagten angesagten Kneipen ein paar Bierchen und zogen dann weiter.

Sonntag schlief ich dann schon bis 11.00Uhr ohne aufzuwachen. Aber man merkt schon, dass man sich schnell an einen neuen Rhythmus gewöhnt. Chris, der ältere Sohn, hatte seinen 24. Geburtstag und feierte mit seiner Familie. Ich war zum Grillen eingeladen und lernte somit auch den Rest der Familie kennen. Es gab Salate und hessische grobe Würstchen, ultra lecker, da bekomme ich gleich schon wieder Appetit.

Oktober 14th, 2008 Praxissemester 2 Comments

Den Rest der Woche musste ich dann immer in der Frühschicht arbeiten. Das hieß für mich um ca. um 5.00 Uhr aufstehen, um 6.00 Uhr bei meiner Mitfahrgelegenheit sein und dann auf zu Amazon, damit ich pünktlich um 6.30 Uhr, mit Sicherheitsschuhen bestückt, im Lager sein kann. Ich lernte in dieser Woche die komplette Logistikkette von Amazon in Bad Hersfeld kennen. Vom Inbound, also der Warenannahme, dem Umpacken und dem Einlagern, bis hin zum Outbound, dem Picken und Packen. Aber auch die Bereiche rund um In- und Outbound lernte ich kennen. Dazu zählen unter anderem “Inventory Control”, “Problem Receive” und “Customer- bzw. Consumer Returns”.

Das Crosstraining für mich als Finance-Praktikant lief etwas anders ab, als zum Beispiel für jemanden, der Abteilungsleiter im Lager werden soll. Normal geht das Training über 2 Wochen, während ich nur eine Woche zur Verfügung hatte. Daher wurde bei mir auch mehr Wert auf das Verständnis der Prozesse gelegt, nicht darauf, dass ich den Prozess beherrsche. Natürlich muss jemand der Abteilungsleiter, z.B. beim Picken, werden will, wesentlich mehr vom Picken verstehen als ein Mitarbeiter im Finance.

Am Ende des Tages kam dann immer noch ein kurzes Feedback bei Andrea für offene Fragen und kleinere Einstellungen an meinem PC, wie z.B. Netzwerkzugriffe.

Die ersten Tage waren sehr anstrengend. Das frühe Aufstehen und die meiste Zeit des Tages zu Stehen, und nicht etwa in der Vorlesung zu sitzen, war doch sehr ungewohnt. Und trotz des frühen Arbeitens war ich meist doch erst gegen 18 Uhr zuhause. Zum Einen blieb ich oft noch ein wenig auf Arbeit, weil ich dort die Möglichkeit hatte ins Internet zu gehen, zum Anderen musste ich mich auch langsam mal in der Wohnung mit allen lebenswichtigen Lebensmitteln und Klamotten versorgen, die man so braucht. Nicht, dass ich nicht genug Klamotten hätte, aber es war mal wieder Zeit für Neue Sachen. :)

So verging die erste Woche wie im Flug und ich war froh, dass endlich mal Wochenende war und ich mal ausschlafen konnte. :)

September 28th, 2008 Diverses none Comments

Der Film Google Epic beispielsweise beschreibt das Unternehmen im Jahr 2015 als Monopolisten und Totengräber der Medienwelt. Die herkömmliche Presse existiere dann nicht mehr, Nachrichtenorganisationen seien nur noch ein „Nachgedanke und Überbleibsel einer nicht allzu fernen Vergangenheit“.
Google werde mit Amazon fusionieren („GoogleZon“) und so Inhalt und Werbung perfekt personalisieren können, sagt der fiktive Blick in die finstere Zukunft. Die renommierte New York Times werde 2014 sogar ihre Online-Ausgabe komplett einstellen und nur noch ein gedrucktes Blatt für die Elite sein.

Der Film Google-Masterplan prognostiziert, dass das kalifornische Unternehmen 2015 die größte Datenkrake der Welt sein wird.

Quelle: http://fudder.de/artikel/2008/09/24/google-im-jahr-2015/

2 Sehr interessante Filme. Der google Masterplan beschreibt kritisch den sogenannten Masterplan, dass Google als Ziel hat, das ganze Internet zu beherrschen und alle Menschen transparent zu machen. Google Epic ist ein (düsteres) Szenario für die Zukunft. Google gewinnt immer mehr an Macht und fusioniert sogar noch mit der größten Consumerdatenbank der Welt - Amazon.com. Diese Kombination schließlich wird das Internet komplett beherrschen. Auf jeden einzelnen Nutzer werden der Webseiten-Content und die Werbung komplett abgestimmt. 2014 kommt das System Google Epic (Envolving Personalised Information Construkt) auf den Markt, welches die chaotische Medienlandschaft filtert, ordnet, und dem Nutzer liefert.

Link zu Google-Masterplan: http://www.masterplanthemovie.com/

Link zu Google Epic Movie (Deutsch): http://media.aperto.de/google_epic2015_de.html

Link zu Google Epic Movie (English): http://idorosen.com/mirrors/robinsloan.com/epic/

September 27th, 2008 Praxissemester 3 Comments

Am 01.09.08 war es dann endlich so weit. Einen Tag nach dem Umzug nach Bad Hersfeld, stieg ich morgens um 8.30 in den Bus in der Breitenstraße. Die Linie 3 bringt mich Richtung Eichhof und somit zur Amazon Logistik GmbH. Es ist eine Fahrt von 11Minuten, entlang dem Kurpark, wo ich in der Nähe im Oktober für 3 Wochen wohnen werde. Es war ein schöner Morgen, die Sonne strahlte mit voller Kraft und lies vermuten, dass es eher Juli/August war als Anfang September. Um 8.41 stand ich dann also vor dem großen Gebäude am Schoss Eichhof 1. Nach dem Betreten wurde ich erstmal von der Security mit den entsprechenden Sicherheitsbestimmungen vertraut gemacht, die ich schon beim Vorstellungsgespräch kennengelernt habe. Das Handy wird zum Beispiel registriert. Dies ist wichtig, damit ich im Notfall nachweisen kann, dass es wirklich mein Handy ist und nicht eins, was ich aus dem Lager mitgenommen habe. Grundsätzlich gilt, dass man alles registrieren lassen muss, was Amazon auch verkauft. Und das ist bekanntlich mittlerweile eine Menge. ;)

Um 9.00 Uhr hatte ich dann den ersten Termin mit dem Finance Team, wo ich mein Praktikum absolviere. Andrea und Chris empfingen mich mit einem kleinen Geschenk: Gummibärchen, eine Amazontasse und einen Amazon-Schlüsselanhänger. Andrea kannte ich schon von dem Vorstellungsgespräch, für sie arbeite ich auch hauptsächlich in den 6 Monaten. Übrigens wundert euch nicht, dass ich hier alle nur mit Vornamen erwähne, das hat nicht nur was damit zu tun, dass ich hier keine Nachnamen nennen will, sondern dass Amazon ein amerikanisches Unternehmen ist und man sich generell duzt, egal in welcher Position man sich befindet. Somit ist der Leiter des ganzen FCs (Fulfillment-Center) auch der Michael, und nicht der Herr XY.

Als nächstes bekam ich eine 1-stündige Besichtigungstour durch das FC, danach wurde ich in Safety & Security eingeweiht. Nach der Mittagspause ging es dann mit Training weiter. Hier wurde dann ein Bild für mein Badge (Meine Zugangskarte für die verschiedenen Bereiche im FC) gemacht. Danach bekam ich die Procurementabteilung (Einkauf) zu Gesicht, bevor ich zu meinen letzten Stationen an diesem Tag kam, Payroll (Abrechnung) und HR (Personal). Am Ende noch ein kurzes Feedback bei Andrea und der erste Arbeitstag war mit vielen positiven Eindrücken zu Ende gegangen.

Danach hieß es dann: “Ab in die Stadt” um ein paar lebensnotwendige Lebensmittel einzukaufen.

Jetzt wird mir gerade klar warum Lebensmittel eigentlich Lebensmittel heißen! Ich habe das Wort bisher eher kausallos hingenommen, doch nun entdecke ich erst den Zusammenhang. Eigentlich müsste das Wort doch “Lebensnotwendige Mittel” heißen, bestimmt hieß es auch früher mal so, aber Lebensmittel ist dann doch irgendwie einfacher. Schon früher waren die Leute also faul, was die Sprache angeht, gut zu wissen.

Am Ende des Tages telefonierte ich einfach nur noch und fiel dann abends total fertig ins Bett.

Die restliche Woche sollte ich dann jeden Tag schon um 6.30 anfangen zu arbeiten. Dem entsprechend wurde ich nicht mehr alt an diesem Abend.

September 27th, 2008 Praxissemester none Comments

Am 31.08.08 zog ich hier in Bad Hersfeld, eine Kreisstadt in Hessen, in mein neues Zuhause, eine Ferienwohnung mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad (Dusche/WC) und einem Flur, ein. Bilder werden noch nachgereicht. ;)

Es war schon ein komisches Gefühl, ich bin an diesem Tag mit meinen Eltern hierher gefahren und nun sollte ich hier für 6 Monate wohnen, in einer Gegend, wo ich bisher nur einen Nachmittag verbracht habe, nämlich bei meinem Vorstellungsgespräch, und wo ich niemanden kenne, schon seltsam. Seltsam war dann auch das Gefühl, als meine Eltern losfuhren und ich hier auf einmal allein in meiner neuen Wohnung stand.

Aber das Gefühl war schnell verflogen, die Vorfreude endlich allein zu wohnen und bei Amazon zu arbeiten überwiegte.

An diesem Tag lernte ich dann auch die Vermieterfamilie kennen, bisher kannte ich sie nur vom Telefon. Eine super nette Familie, mit 2 Söhnen und einer Tochter, die mich hier super aufnimmt und es mir hier sehr leicht mich wohl zu fühlen.

Den ersten Abend war ich hauptsächlich damit beschäftigt erstmal alles auszupacken und mich moralisch auf meinen ersten Arbeitstag bei Amazon vorzubereiten.

Am nächsten Tag sollte es also losgehen, der erste Tag von einem 6-monatigen Arbeitsleben bei Amazon.

September 24th, 2008 Praxissemester 1 Comments

So, hiermit eröffne ich mein Blog über meinen 6-monatigen Aufenthalt in Bad Hersfeld.

Wie die meisten von euch wissen, absolviere ich hier mein Praxissemester bei der Amazon Logistik GmbH und werde nun öfter mal von meinen Erfahrungen und Erlebnissen hier aus der Region berichten.

 


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